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Bundesverband Lehrende Gesundheits- und Sozialberufe e.V.

Bei uns engagieren und vernetzen sich Menschen, die an verschiedenen Stellen für die Lehre in den Gesundheits- und Sozialberufen Verantwortung tragen. Ob Praxisanleiterin in der Kinderklinik, Lehrer in der Altenpflege, Professorin im gesundheitsbezogenen Studiengang oder Leiter in der Weiterbildung: Gemeinsam setzen wir uns für die inhaltliche Weiterentwicklung und für die Verbesserung der politischen Rahmenbedingungen in der gesundheits-beruflichen Bildung ein.

Unsere Webseite befindet sich derzeit unter Konstruktion - die wichtigsten Informationen sind trotzdem verfügbar.

Wenn Sie Fragen zu uns und unserer Arbeit haben, wenden Sie sich gerne an die Bundesgeschäftsstelle oder an den Vorstand. Wir freuen uns über Ihr Interesse!

 

Bundesverband Lehrende Gesundheits- und Sozialberufe e.V. 
Alt Moabit 91 - 10559 Berlin - Telefon: 030 / 39 40 53 80 - Fax: 030 / 39 40 53 85
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Aktuelles

Berlin, April/ Mai 2017

Die Homepage des BLGS e.V. befindet sich nach wie vor im Überarbeitungsmodus. Das Projekt jedoch schreitet immer weiter voran. Sollte Ihnen etwas auffallen (Änderungswünsche, veraltete Einträge, Verbesserungsvorschläge etc.), senden Sie uns bitte eine Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Bremen, 28.04.2017: Bund und Länder treffen sich!!!

Die jährliche Klausurtagung des BLGS findet am letzten Aprilwochenende in Bremen statt. Zentrales Thema ist das Pflegeberufereformgesetz!!!

Bremen/ Berlin, 08.05.2017

BLGS-Vorstände verabschieden Positionen zur Pflegeberufereform

Die diesjährige Klausurtagung des Bundesverbands Lehrende Gesundheits- und Sozial­berufe fand vom 28.- 29. April in Bremen statt. Vorstände aus Bund und Ländern diskutierten aktuelle politische und pädagogische Fragen zur pflegeberuflichen Bildung. Die Tagesord­nung wurde von dem Ende März lancierten „Alternativvorschlag“ zum Pflegeberufereform­gesetz bestimmt. Wie sich in den vorangegangen Wochen bereits abgezeichnet hatte, übten die Vorstände scharfe Kritik:

„Dieser Alternativvorschlag ist berufspolitisch rückständig und pädagogisch unsinnig. Zwar begrüßen wir die vorgesehene Formulierung vorbehaltener Tätigkeiten und die reguläre Etablierung hochschulischer Bildungswege. Gleichzeitig kritisieren wir, dass die traditionelle Dreiteilung des Pflegeberufs fortgeführt wird, obwohl dies europäische Mindeststandards unterläuft und die angemessene pflegerische Versorgung der Bevölkerung immer stärker gefährdet. Hier wurde die Chance vertan, die Pflegeausbildung an den aktuellen und zukünf­tigen Herausforderungen auszurichten und bedarfsgerecht weiterzuentwickeln.

Die halbherzige Einführung eines teil-generalistischen Ausbildungswegs und der vorläufige Charakter des Gesetzes verunsichern Lehrende und Lernende. Den Schulen wird bei völlig unsicherem Nutzen ein erheblicher Mehraufwand zur Umsetzung eines aus fachlicher und pädagogischer Sicht dilettantischen Konzepts aufgebürdet. An Stelle der erhofften konstrukti­ven Bewegung erleben wir bereits jetzt an unseren Mitgliedsschulen ganz konkret Symptome einer politisch induzierten, destruktiven Destabilisierung des Pflegebildungssystems.“

Ausgehend von dieser Situation sieht der BLGS insbesondere in folgenden Feldern akuten politischen Handlungsbedarf:

Finanzierung:

  • Alle Ausbildungsstätten sind auskömmlich zu finanzieren. Die Finanzierung muss über eine genau bestimmte Anzahl genehmigter Ausbildungsplätze erfolgen, da es für die Schulen andernfalls nicht planbar ist, wie viele Schüler/innen nach den beiden generalistischen Ausbildungsjahren jeweils in den einzelnen Ausbildungsgängen verbeiben bzw. wechseln können.
  • Der BLGS lehnt Individualbudgets ab. Vielmehr sind Pauschalbudgets auf Länder­ebene anzustreben. Zweckgebundene Investitionsmittel müssen direkt an die Schu­len gehen.

Grade-Mix/ Bildungsgänge:

  • Pflegehelfer/innen sind klar von Ausbildungsabbrecher/innen zu unterscheiden. Die dreijährige Ausbildung zielt auf den Erwerb professioneller Pflegekompetenz und muss von Anfang an am DQR/EQR-Level 4-5 orientiert sein. Für Ausbildungsab­brecher/innen sollten die Länder geeignete Anrechnungsmodelle für ihre jeweiligen Assistenzausbildungsgänge entwickeln.
  • Der BLGS sieht die Länder in der Pflicht, die Entwicklung neuer, adäquater Weiterbil­dungen für spezialisierte Bereiche der Pflege massiv voranzutreiben und entspre­chende Verordnungen zu erlassen. Diese sind länderübergreifend zu harmonisieren.

Politischer Prozess und Mitwirkung:

  • Lehrende und Bildungsinstitutionen erwarten schnelle Aufklärung über die weiteren inhaltlichen Details des Pflegeberufereformgesetzes und über den politischen Zeit­plan.
  • Der BLGS als Zusammenschluss von Bildungsexpert/innen für die Pflege muss in allen relevanten Gremien und Arbeitsgruppen vertreten sein, die sich mit der konkre­ten Ausgestaltung der einzelnen Bildungsgänge befassen. Dies betrifft insbesondere die Mitwirkung bei der Gestaltung von Ausbildungs- und Prüfungsverordnungen, Rahmenlehrplänen etc.

Um die bereits jetzt abzusehenden negativen Folgen für die Bildungsinstitutionen möglichst einzudämmen, formulierten die BLGS-Vorstände auf ihrer Klausurtagung erste Kernpunkte zum Umgang mit dem Pflegeberufereformgesetz an den Schulen. Ein entsprechender Leit­faden wird derzeit erarbeitet und den BLGS-Mitgliedern in Kürze zur Verfügung gestellt.

 

 

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